Aufnähen des Rahmens

tl_files/Produkte/100_0.jpgDieser Arbeitsschritt ist gleichzeitig der Nahmensgeber für diese Art der Handarbeit: Schuhe rahmengenäht, heißt, dass auf das Oberleder jetzt ein schmaler Lederstreifen aufgenäht wird, der sogenannte Rahmen. Der Schuhmacher beginnt am Absatz und arbeitet sich Stich für Stich um den Schuh herum. Der Absatz wird dabei allerdings ausgespart. Hierbei wird dann die Brandsohle mit dem Oberleder vernäht, so dass auch die Nägel entfernt werden können. Zum Vernähen verwenden unsere Schuhmacher einen mehrere Meter langen Faden aus Hanf, der vor dem Vernähen aufwändig mit Pech getränkt wird. So wird der Faden wasserdicht und haltbarer. Beim Vernähen muss jedes Loch mit der Ahle vorgestochen werden. Da diese Naht nicht einfach zu sehen ist, wird hier bei günstigen Schuhmachern häufig gespart und der Lochabstand sehr groß gemacht, dies führt aber zu verminderter Haltbarkeit. Der Faden muß mit großem Kraftaufwand festgezogen werden, damit kein ""Spiel"" zwischen Rahmen und Oberleder entstehen kann. Für optimalen Halt sollte der Lochabstand zwischen 4 und 7 mm sein. Seine Nadeln fertigt der Schuhmacher in der Regel selbst an. Die Werkzeuge nutzen sich schnell ab und müssen deshalb während des Vernähens immer wieder geschliffen werden. Diese aufwändige Art der Verarbeitung garantiert lange Haltbarkeit und ist nur in zeitintensiver Handarbeit möglich.

Video Aufnähen des Rahmens:

 

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